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Jahresausflug 2001 der Steinfischbacher Sänger fand großen Anklang
- Bericht einer begeisterten Teilnehmerin -
Die Bundeshauptstadt Berlin war in diesem Jahr das Hauptziel des jährlich in den Sommerferien wieder kehrenden Ausfluges der Sängervereinigung Steinfischbach. Am frühen Morgen startete der voll besetzte Bus in Steinfischbach und machte auf der Raststätte Eisenach den ersten Halt zur Frühstückspause. Das Frühstück wurde, wie auch in den Jahren zuvor, von der Fa. Wassum spendiert. Zum Mittagessen erreichte die Reisegesellschaft die Kreisstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt, die im 16. Jahrh. durch die Reformatoren Luther und Melanchthon zu einer Hochburg des Neuen Glaubens wurde. Nach dem Essen war noch Gelegenheit zum Besuch der Schlosskirche, in der sich die Grabstätte Melanchthons befindet.
Das neu erbaute Hotel "Ravel" in Berlin-Neukölln war das Ende der Anreise; dort wurden am späten Nachmittag die Zimmer bezogen. Das erste Ziel in der Bundeshauptstadt Berlin am folgenden Tag war der Reichstag, der in den Jahren 1884-1894 im Stil der Neo-Renaissance erbaut wurde. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde er, dem Original folgend, aber etwas vereinfacht wieder errichtet. Mit seiner gewaltigen Säulenvorhalle war der Reichstag früher Sitz des Parlaments und beherbergt seit zwei Jahren den Deutschen Bundestag. Die Führung brachte uns in den Plenarsaal und die Glaskuppel, die einen herrlichen Blick auf das Regierungsviertel und die Stadt erlaubt. Nach einer anschließenden Stadtrundfahrt wurde das Sony-Center besichtigt. Weiter ging es zum Potsdamer Platz und zum Olympiastadion, das 1936 zu den 11. Olympischen Spielen erbaut wurde. An den Eingängen zum Stadion sind die Namen der Olympiasieger von 1936 eingemeißelt.
Der nächste Tag begann mit einer Fahrt zum Schloss Charlottenburg, das 1695 als Sommerresidenz für die Kurfürstin Sophie Charlotte, der Gemahlin Friedrich I., gebaut wurde. Dieses Schloss gilt als das Schönste im Westen Berlins. Vor dem Schloss steht das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Im Schlosspark befindet sich das Mausoleum, das nach Plänen des berühmten Malers und Architekten Schinkel errichtet wurde. Hier befinden sich auch die Sarkophage von Königin Luise und Friedrich Wilhelm. Nach soviel Besichtigung an Land ging es nun per Schiff auf der Spree vom Westen Berlins durch die ganze Stadt bis zur Stadtgrenze im Osten. Die Spree, mit 398 km Länge der größte Nebenfluß der Havel, entspringt im Lausitzer Bergland und durchzieht Berlin, bis sie bei Spandau in die Havel mündet. Ein Bummel über den Kurfürstendamm, der zum größten Teil durch die Initiative Bismarcks gebaut wurde, durfte nicht fehlen. Der Kudamm, wie er im Volksmund genannt wird, ist die wichtigste Straße Berlins und in der heutigen Zeit der Mittelpunkt des wirtschaftlichen Lebens der Metropole. Die berühmtesten Hotels, die Theater, die Kinos, die großen Kaufhäuser und Boutiquen haben alle ihren Sitz an dieser Hauptschlagader des Verkehrs, wo das Leben Tag und Nacht pulsiert. Der Nachmittag dieses Tages war für die Schlösserstadt Potsdam, der Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg, reserviert. Ein Höhepunkt waren das Schloss Sanssouci und seine Parkanlagen.
In Leipzig, nach Dresden die bedeutendste Stadt Sachsens, wurde während der Rückreise das Mittagessen eingenommen. Eine Stadtrundfahrt vermittelte einen Eindruck über das historische Stadtbild: Stark beeinträchtigt durch die Kriegseinwirkungen, aber seit 1955 zum Teil wieder hergestellt waren das Alte und das Neue Rathaus, die Thomaskirche - Wirkungsstätte von J. S. Bach, die Nikolaikirche, Alte Börse, das Völkerschlachtdenkmal und viele Theater und Museen.
Ein großartiger und informativer Ausflug hat wieder einmal alle Teilnehmer begeistert. Die Organisation und Betreuung lag wie im letzten Jahr in den Händen von Elfriede Brand und Ulla Wassum. Für eine angenehme und sichere Reise sorgte Bodo Wassum. Allen sei dafür noch einmal herzlich gedankt.